Wolfgang Bosbach schätzt die persönliche Beratung in der Apotheke vor Ort.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach schätzt die persönliche Beratung in der Apotheke vor Ort. Warum, das erklärt er in einem aktuellen Spot der Apothekerkammer Nordrhein.

Die allermeisten deutschen Apotheker sehen sich nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu Arzneimittelpreisen im grenzüberschreitenden Versandhandel bedroht. Die ABDA hat eine bundesweite Unterschriftenaktion initiiert, die Kammern und Verbände auf Landesebene suchen weiterhin das Gespräch mit „ihren“ Politikern sowie den lokalen Medien. Fast drei Monate nach dem Luxemburger Urteil sind die Apotheken nach wie vor in der Publikumspresse präsent.

Hier sehen Sie das Video:

Die Apothekerkammer Nordrhein hat nun ein zweieinhalbminütiges Video produziert, in dem neben ihrem Präsidenten Lutz Engelen auch der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach und seine Apothekerin Alice Bitz von der Johanniter-Apotheke in Bergisch Gladbach zu Wort kommen. „Den Wert eines Systems erkennt man oft erst dann, wenn es dieses System nicht mehr gibt“, erklärt Bosbach zu Beginn des Spots. Dann schildert er, wie ihm seine Apothekerin erst vor kurzem von der Selbstmedikation mit einem bestimmten Arzneimittel abriet, weil es sich nicht mit seinen dauerhaft eingenommenen Präparaten vertrage. Frau Bitz wiederum erklärt, was Apotheken alles für ihre Patienten tun.

Engelen spricht von der Apotheke als wesentlicher und zentraler Säule unseres Gesundheitssystems. „Wir gehören zur Familie“, fasst er ihre Funktion zusammen. Bislang befänden sie sich „gottlob in einem Qualitätswettbewerb und nicht in ein preisgesteuerten Verdrängungskampf“, so Engelen. Doch die Versorgung in der Fläche sei nach dem Urteil des EuGH gefährdet.

In dem Video fordern weder Engelen noch Bosbach ausdrücklich ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Doch die Botschaft ist klar: Die bisherigen Strukturen mit der persönlichen Beratung müssen erhalten bleiben. Denn den Apotheken vertraut das Rheinland.

Quelle: www.deutsche-apotheker-zeitung.de