Apotheker-Ehepaar zur Impf-Strategie auf dem Land

CORONA – Wirtschaftliche Folgen der Pandemie noch nicht überschaubar – Überbordende Bürokratie

ELSFLETH. „Was in dieser Zeit alles kaputt ging und noch kaputt geht, wird so schnell nicht wieder aufzubauen sein“, sagt Maike Maas-Bode, die gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Hartmut Bode die Anker-Apotheke an der Steinstraße in Elsfleth führt. Doch Maike Maas-Bode sieht auch Positives:„Wir haben festgestellt, dass sich die Menschen jetzt – im Gegensatz zum vergangenen Jahr – bewusster an die Regeln inklusive Abstand halten. Dennoch wird sich das Bewusstsein nach Corona sicher verändern“, ist die Elsflether Apothekerin überzeugt.
Als nicht akzeptabel befanden sie und ihr Mann die Medienschelte über den Impfstoff AstraZeneca. Durch die „reißerische Art und Weise“, mit der das Vakzin in Frage gestellt wurde, seien die Menschen sehr verunsichert worden, meint das Apotheker-Ehepaar.

Die Anker-Apotheke beliefert zurzeit sieben Ärzte im Elsflether Raum mit dem Impfstoff Biontech. Die überbordende Bürokratie, die den Impfstoff-liefernden Apotheken zugemutet wird, brächten Inhaber und Mitarbeiter oft an ihre Grenzen. Dass derzeit die Logistik der Impfungen in den ländlichen Regionen besser funktioniere als in Ballungszentren, zeichne jedoch vor allem die kleineren Apotheken aus, so Hartmut Bode.

Über die aktuelle Situation hatte sich der designierte CDU-Bundestagskandidat Philipp Albrecht in der Apotheke informiert. Er wurde von Johannes Böck (Mitglied im Kreisvorstand der CDU Wesermarsch) begleitet.

Einig waren sich alle Gesprächsteilnehmer über die noch unübersehbaren wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Was Geschäftsleute und besonders die Apotheken im ländlichen Raum neben der Corona-Pandemie noch umtreibt, ist der boomende Versandhandel zum Nachteil des Einzelhandels.

Evelyn Eischeid / Artikel erschienen auf NWZ-Omline