ATHINA ist ein apothekenbasiertes Medikationsmanagement- und AMTS-Konzept („Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken“), mit dem speziell geschulte Apothekerinnen und Apotheker die gesamte Medikation eines Patienten strukturiert prüfen. Es dient dazu, arzneimittelbezogene Probleme früh zu erkennen und die Sicherheit der Therapie zu verbessern.
Was in der Praxis gemacht wird
Im Rahmen eines ATHINA-Checks werden alle verordneten und selbst gekauften Arzneimittel sowie Nahrungsergänzungsmittel gemeinsam mit dem Patienten erfasst und systematisch überprüft. Dabei geht es typischerweise um Doppelmedikation, Wechselwirkungen, Nebenwirkungen, Dosierungsfehler, Kontraindikationen, Anwendungsfehler und Verfalldaten.
Ablauf
Meist läuft es in zwei Schritten ab: Erst bringt der Patient alle Medikamente in die Apotheke, dann prüft der Apotheker die Gesamtmedikation und erstellt eine Auswertung. In einem zweiten Gespräch werden die Ergebnisse besprochen, Optimierungsvorschläge gegeben und bei Bedarf mit Einverständnis des Patienten auch Rücksprache mit dem Arzt gehalten.
Nutzen für Patienten
Der wichtigste Nutzen ist mehr Sicherheit bei der Arzneimitteltherapie, besonders bei Polymedikation und älteren Patienten. Zusätzlich hilft ATHINA, die Adhärenz zu verbessern, weil Einnahme und Anwendung verständlicher werden und am Ende oft eine aktuelle Medikationsliste entsteht.
Für Apotheken
Für Apotheken ist ATHINA ein Qualifizierungskonzept, das die strukturierte Medikationsanalyse in der öffentlichen Apotheke praktisch umsetzbar macht. Es ist auf geschulte Apothekerinnen und Apotheker ausgelegt und orientiert sich an der Qualitätssicherung der Medikationsanalyse.
Wenn du möchtest, kann ich dir als Nächstes auch den Unterschied zwischen ATHINA, Medikationsanalyse und Medikationsplan kurz und klar gegenüberstellen.
